Austernseitling
Der Klassiker unter den Edelpilzen
20-40 % Eiweiß. Hoher Gehalt an Kohlenhydraten und Ballaststoffen. 1 % Fett. 10 % des Trockengewichtes Natrium, Calcium, Kalium, Eisen, Magnesium, Phosphor, Selen und Zink. Alle essentiellen Aminosäuren. Natriumarm und kaliumreich. Viel Eisen und Selen. Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, B7 und B9 (Folsäure). 20 % des Tagesbedarfes an Vitamin B1 und B5 sowie ca. 40 % Vitamin B2 und B3 eines Erwachsenen mit schon 100 g frischem Austernseitling abzudecken. Außerdem 100 % des Tagesbedarfes an Folsäure (B9) eines Erwachsenen.
Austernpilze zählen zu den besten Lieferanten von Vitamin B9. Auch Vitamin C ist enthalten (ca. 10 mg/ 100 g Frischgewicht), was im Reich der Pilze eine Ausnahme darstellt. Auch der Vitamin D-Tagesbedarf ist mit ca. 100 g Frischpilzen zu ca. 40 % abzudecken.
Maitake
Pfeffrig und bissfest
In Japan als Maitake bekannt, wird er dort vermehrt gezüchtet und ist in Asien seit tausenden Jahren sehr verbereitet als Speisepilz. Hier kennt man ihn auch als Klapperschwamm.
Geschmacklich liefert er zum intensiven Pilzgeschmack eine leichte Pfeffernote und präsentiert sich Pilz-Delikatesse.
In der traditionellen chinesischen Medizin wird er auch als Heil- und Vitalpilz hochgeschätzt und findet eine vielfältige Anwendung.
Ihm wird nachgesagt blutzucker- und cholesterinsenkend, sowie tumorhemmend zu wirken. Zudem soll er gegen Allergien helfen und das Immunsystem stärken.
Beim Maitake handelt es sich um einen Porling, der in der Natur bei uns selten anzutreffen, aber ansonsten häufig an Laubbäumen, insbesondere alten Eichen zu finden ist.
Chestnut
Nussige Überraschung
Auch bekannt als Buchenschüppling ist er gerade im Begriff sich in der gehobenen Küche einen Namen zu machen. Wer mal in den Genuss seines mild-nussigen Aromas, gepaart mit einer knackig-frischen Konsotenz gekommen ist, wird das nachvollziehen können.
Nicht zu verwechseln mit seinen ungenießbaren, wilden europäischen Verwandten. Nur diese kultivierte Variante ist essbar.
Limonenseitling
Frisch und zart besaitet
Der Limonenseitling läßt sich gut braten und mit milden Saucen kombinieren und ist wegen seines feinen, fruchtigen Eigengeschmacks ein hervorragender Speisepilz. Kross angebraten liefert er in Salaten einen knusprige und vor allem geschmacklich nicht zu unterschätzende Komponente. Er steht in enger Verwandtschaft zum Austernseitling und so ähneln sich auch die Inhaltsstoffe.
Er soll zur Linderung bei Beschwerden des Bewegungsapparates beitragen und soll auch Muskelschmerzen, Athritis, Bluthochdruck und Probleme des Verdauungstraktes lindern können.
Kräuterseitling
Er kann´s einfach
Der Kräuterseitlingzählt dank seiner Konsistenz, der kulinarischen Qualität seiner Haltbarkeit und nicht zuletzt seines angenehmen Geschmacks zu einem der beliebtesten Seitlinge. Er kann ohne weiteres mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, am besten in einem feuchten Tuch oder unseren Cellulose-Tüten. Sein Geschmack wird häufig mit dem des Steinpilzes verglichen und der Kräuterseitling eignet sich für alle Zubereitungsformen. Besonders in Scheiben geschnitten und mit Platz in der Pfanne goldbraun angebraten schmeckt er kaum jemadem nicht. Dank des bissfesten Fruchtkörper ist er eine beliebte Fleischalternative.
Auch der Kräuterseitling gehört zur Familie der Austernpilze und kann vielfältige gesunde Inhaltsstoffe aufweisen.
Shiitake
Umami-Allrounder
Er wird zumeist gebraten oder gedünstet, es lässt sich aber auch gut eine Brühe daraus kochen. Getrocknet ist sein Aroma noch intensiver. Der Shiitake strotzt vor umami, wie man es sonst nur von Fleisch gewohnt ist, welches er geschmacklich überflüssig macht. Der Shiitake gilt als einer der haltbarsten Pilze, er lässt sich ohne weiteres mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Der Shiitake hat ähnliche ernährungsrelevante Anteile/ Nährwerte, wie die meisten Pilze: pro 100 g Frischpilz ca. 34 kcal, ca. 0,5 g Fett und ca. 2,2 g Protein sowie ca. 7 g Kohlenhydrate (davon 2,5 g Ballaststoffe und 2,4 g Zucker). Kalorienarm und ballststoffreich. Alle essentiellen Aminosäuren enthalten. Bemerkenswert hoher Gehalt an den Vitamin B1 und B2, sowie Ergosterin, einer Vorstufe des Vitamin D2. Gerade bei einer fleischosen Ernährung äußerst interesant.
Rosenseitling
So kräftig wie er aussieht
Der gebratene Rosenseitling überrascht durch seine an Speck erinnernden Aromen und wird daher von Kennern gerne erworben. Ganz besonders empfiehlt sich die Zubereitung mit Rauchsalz, das Ergebnis könnte kaum geschmacksintensiver sein. Das Fleisch des Pilzes verfärbt sich mit dem Erhitzen von pink-rosa zu orange.
Auch der Rosenseitling steht in enger Verwandtschaft zum Austernseitling und so ähneln sich auch die Inhaltsstoffe.
PomPom
Schnitzel-Alternative No. 1
Er schmeckt vorzüglich in Scheiben gebraten, auch lässt er sich gut panieren. Geschmacklich sind seine leicht fruchtigen und zitronigen Aromen hervorzuheben. Mit ganz wenigen Bitterstoffen ergibt sich ein milder Gesamtgeschmack. Dank seiner fasrigen Konsistenz lassen sich mit einer Panade zum dahinschmelzen leckere Nuggets oder Schnitzel aus ihm zubereiten.
In seinen Ernährungswerten steht der Pom-Pom anderen Speisepilzen nicht nach. Bemerkenswert beim Pom-Pom ist der hohe Gehalt an freien Aminosäuren, besonders die freien essentiellen Aminosäuren. Es konnten insgesamt 19 freie Aminosäuren nachgewiesen worden, darin enthalten alle essentiellen Aminosäuren, außer Methionin und Tryptophan.
Den Pom-Pom nicht waschen, sonst saugt er sich mit Wasser voll!